JUMP – Das neue E-Bike-Sharing im Test

Timo und Maren auf dem Jump Bike

Elektrofahrräder sind im privaten Anwendungsbereich längst angekommen, leider ist die Anschaffung sowie die Wartung sehr kostenintensiv. Deshalb ist das Sharing von Elektrofahrräder eine super Möglichkeit das ganze mal auszuprobieren. Dies bietet nicht nur Flexibilität, sondern auch ein schnelles Vorankommen im Stadtverkehr ohne viel Kraftaufwand. Besonders bei den Temperaturen in den letzten Tagen ist jede Einsparung von Kraft beim Fahrrad fahren sehr viel Wert. Deshalb haben wir uns vorgenommen die JUMP-E-Bikes mal auszuprobieren und dir darüber zu berichten. 

Jump Bike im Fokus

Was ist JUMP?
Jump ist ein neues E-Bike-Sharing-Angebot von dem US-amerikanischen Unternehmen UBER. Dieses wurde 2009 in San Francisco gegründet und ist mittlerweile die weltweit größte Mobilitätsplattform. Das Konzept von UBER, welches dem Taxi-Konzept ähnelt, konnte sich in Deutschland nicht wirklich durchsetzen, aufgrund von rechtlichen Restriktionen sowie dem großen Einfluss der Taxiunternehmen und deren Fahrern. Weshalb das Unternehmen beschloss nach neuen Wegen zu suchen, um sich in Deutschland zu etablieren. Einer dieser neuen Wege ist JUMP, der neueste Dienst von UBER.

Nach einer mehrmonatigen Testphase wurde der E-Bike-Sharing-Dienst im Mai 2019 in unserer Hauptstadt eingeführt. In Berlin stehen rund 1000 Fahrräder in 12 Stadtteilen  zur Nutzung bereit. Die JUMP-Elektrofahrräder besitzen einen Vorderradnabenmotor, der den Fahrer bis 25 Km/h beim Treten unterstützen soll. Danach muss man selbst trampeln, um schneller zu werden, was bei dem immens hohen Gewicht der Bikes schwer fällt.

Wie funktioniert JUMP?
Für die Farbe der Fahrräder wurde bewusst ein sehr knalliges Signalrot ausgewählt. Das macht die Bikes zwar nicht schöner, aber tatsächlich findet man sie meistens auf Anhieb und besser als von anderen Anbietern. Ansonsten funktioniert JUMP sehr ähnlich im Vergleich zu den anderen Free-Floating-Konzepten. Das heißt, es gibt keine festen Stationen, sondern man kann die Fahrräder im gesamten Geschäftsgebiet flexibel anmieten und wieder abstellen.

Jump Bike Uber App

Mieten per App
Zunächst benötigst du zur Ausleihe die UBER-App. Der Zugriff auf die JUMP-Fahrräder ist in diese App integriert und es gibt keine eigene App. Hier musst du dann noch ein passendes Zahlungsmittel hinterlegen. Dabei kannst du sowohl eine Kreditkarte als auch PayPal angeben. In unserem Test wurde PayPal allerdings beim Ausleihen des Fahrrads leider nicht akzeptiert, obwohl wir es erfolgreich als Zahlungsmittel hinterlegt hatten. Über die App kannst du dich danach die Standorte der einzelnen Fahrräder anzeigen lassen und so schnell das nächstgelegene Bike finden und reservieren.

Andreas parkt das JUMP Bike

Sobald du am Fahrrad angekommen bist, musst du per App einen QR-Code am Fahrrad einscannen und danach kannst du das Schloss am Hinterrad entriegeln. Außerdem hast du hier noch die Möglichkeit die Sattelhöhe zu verstellen und ergonomisch anzupassen. Zusätzlich kannst du noch dein Smartphone zur Navigation in eine montierte Halterung einlegen. Das ist aus unserer Sicht ein perfektes Feature, das bei vielen anderen Anbietern fehlt. Und dann kann es auch schon losgehen mit dem Radeln! Wenn du dann am Ziel angekommen bist, musst du das Schloss wieder verriegeln und die Miete in der App beenden. Hierbei ist wichtig, dass das Rad innerhalb des Geschäftsgebietes stehen muss. Solltest du dein temporäres Transportmittel einmal außerhalb dieses Bereiches parken wird es von UBER abgeschleppt und dir wird dafür eine Gebühr über 25 € berechnet. Also: Immer aufpassen!

Was kostet der ganze Spaß?
Für die Reservierung und das Aufschließen des Fahrrads berechnet das Unternehmen 1 €. Das ist ganz schön viel. Dabei fällt diese Gebühr sogar auch an, wenn man ein Fahrrad doch nicht nutzen möchte. Außerdem kostet jede Minute 10 Cent.

Andreas und Maren auf dem Jump Bike

Fazit
Es hat wirklich Spaß gemacht die neuen E-Bikes von JUMP mal auszuprobieren. Und das Gute ist, du kommst nicht nur schneller voran sondern der Fun-Faktor ist ebenfalls sehr groß. Das Fahrgefühl ist sehr entspannt, da man einfach wesentlich leichter und schneller vorankommt im Vergleich zu normalen Fahrrädern. Auf jeden Fall werden wir die Bikes ab jetzt häufiger nutzen. Allerdings solltest du bei dem Gebrauch der JUMP-Bikes bedenken, dass deine gesamten Bewegungsdaten der Fahrten von der App aufgezeichnet und gespeichert werden. Das heißt, UBER hat bei häufiger Nutzung natürlich die Möglichkeit ein Bewegungsprofil von dir zu erstellen und du wirst mal wieder ein bisschen transparenter. Außerdem fällt der Preis für die Fahrräder vermeintlich zu hoch aus, wenn man sich die verschiedenen Konkurrenzprodukte anschaut. Wir sind auf jeden Fall gespannt auf die Entwicklung dieses Geschäftsmodells.

Hast du auch schon die neuen JUMP-Bikes ausprobiert oder willst es noch machen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

One thought on “JUMP – Das neue E-Bike-Sharing im Test

  1. Jumk bikes sind gut. Aber der Service eine Katastrophe. Vollkommen undurchsichtige Abrechnung. Gebühren für angeblich falsches Parken. Und das Abstellen wird nicht erkannt. Nie wieder!! Seid vorsichtig beim Abstellen!!

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