Wie viel wiegt dein Abfall wirklich?

Wenn es um nachhaltiges Leben geht denken wir immer an Mülltrennung, Vermeidung von Plastikverpackungen oder Wassersparen. Es kommt uns nicht in den Sinn, dass der Müll den wir produzieren, vielleicht mehr ist als was wir jeden Tag im Müll schmeissen. Der Abfall, der durch unseren Konsum entsteht, ist viel mehr als wir denken. Wir berücksichtigen es oft nicht, weil wir es nicht sehen können. Es ist immer dabei, sei es beim Besuch der Cafeteria mit den Mitbewohner, wenn es möglich war, beim Einkaufen oder sogar beim Eisessen.

Wie heißt diesen Abfall, den wir nicht sehen können?

“Unsichtbarer Abfall” ist Abfall, der während des Herstellungsprozesses einer Produkte entsteht. Dieser Abfall kann nicht recycelt werden und landet auf Mülldeponien und in Verbrennungsanlagen und das erhöht die CO2-Emissionen.

Unsichtbarer Abfall in unserem Alltag

Umweltauswirkungen von Lebensmitteln

Es ist kein Geheimnis, dass Fleischkonsum nicht sehr Umweltfreundlich ist. Für jedes 1 Kg Hähnchenbrust werden ca. 4 Kg Co2 und ca. 850 kg Abfall produziert. Diese Abfallmenge merkst du nicht, weil es bevor das 1 kg Huhn dein Haus erreicht ensteht. (Quelle: Avfall Sverige.se – der schwedische Verband für Abfallwirtschaft).

Ein andere Lebensmittel, dessen Produktion eine hohe Umweltbelastung darstellt, ist Butter. Da die Herstellung eine große Menge an Energie erfordert, nämlich 12 kg Co2 pro kg Butter, hat es eine schlechte Auswirkung auf die Umwelt. 

Selbst bei Gemüse entsteht unsichtbaren Abfall durch Verpackungen oder Transportierung.

Der unsichtbare Abfall der Kleidung

Wenn du Kleidungen entweder online oder direkt im Geschäft kaufst, ist es sehr einfach zu denken, dass der einzige Abfall der durch den Kauf entsteht, die Verpackung ist. Die Wahrheit ist, dass sich hinter jedem Kleidungsstück eine größere Menge von Co2 verbirgt, als was wir denken. Für eine einzige Baumwollhose fallen etwa 20 KG Abfall an. 90 % dieses Abfalls wird durch die Reste von Stoff, Faden und Material bei der Produktion verursacht, die anderen 10 % verteilen sich auf den Wasser- und Energiebedarf sowie den Transport des fertigen Kleidungsstücks zum Verkauf. Und das ist nur für ein Kleidungsstück!

Smartphones und Co2-Fußabdruck

Ein Smartphone wiegt wahrscheinlich nicht mehr als 200 gr, aber bei der Produktion eines solchen Geräte können bis zu 86 kg Abfall anfallen. Durch die Gewinnung und Produktion des Rohmaterials für die Herstellung von elektronischen Gerätekomponenten kann der Co2-Fußabdruck bei Smartphones bis zu 110 kg und bei Laptops bis zu 1200 kg betragen.

Es ist schwer zu glauben, dass etwas so klein eine solche Wirkung haben kann!

Wie kann den unsichtbaren Abfall reduzieret werden?

Realistischerweise es ist unmöglich unsichtbaren Abfall beseitigen zu können, da es bei der Herstellung entsteht .Es ist aber möglich, den zu reduzieren. Je mehr Informationen du darüber hast, desto bewusster kannst du mit dem Konsum umgehen und desto kleiner dein Co2-Fußabdruck sein wird.

Tauschen, verkaufen oder verschenken Sie, was nicht mehr benutzt oder gebraucht wird, ist st eine weitere Möglichkeit, den unsichtbaren Abfall zu reduzieren. Solange die Dinge, die du nicht mehr benutzt, in gutem Zustand sind, kannst du sie spenden oder in Second-Hand-Läden verkaufen. In Berlin gibt es eine große Auswahl von Geschäften, in denen du deine alte Kleidungen bringen kannst, damt sie weiterverkauft werden können. Beispielsweise die NochMall und digitale Plattformen wie Vinted oder Zalando Zirkel. 

Wenn etwas beschädigt ist, versuch mal, es zu reparieren, bevor du es es wegwirfst. Ob es sich um Kleidung, ein altes mobiles Gerät oder sogar ein Fahrrad handelt gibt es viele Alternativen, um sie reparieren zu können. Bei einige Veranstaltungen wie Repair-Cafes oder Flohmärkten kannst du Hilfe bei der Reparatur bekommen und sogar lernen, wie viele Sachen repariert werden können.

Was das Essen in Berlin angeht gibt es viele Supermärkte, an denen du „Zero-Waste“ einkaufen kannst. In Läden wie „Original unverpackt“ oder „die erbsenzählerei“ erhältst du Produkte wie Reis oder Nudeln, die normalerweise in einer Plastiktüte kommen, ohne Verpackung. Die Idee ist, dass du deine eigenen Behälter von zu Hause mitbringst, um unnötigen Abfall zu vermeiden. Wenn du es vergisst, ist es auch nicht schlimm! Du kannst auch dort  wiederverwendbare Behälter ausleihen oder kaufen.

Und… kannst du dich jetzt vorstellen wie groß deine co2-Fußabdruck ist?

Wir hoffen, dass du diese Informationen interessant und nützlich findest und vielleicht auch einsetzen kannst.

Bis nächstes mal 🙂

Bleib gesund,

Maria

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