Wie smart ist der Staubsaugerroboter iRobot Roomba 960 wirklich?

Durch die rasante Entwicklung der Smart Home Technologie ist ein eben solches nie vollständig. Und was darf aktuell in keinem smarten Haushalt fehlen? Selbstverständlich ein Staubsaugerroboter!

 

Da wir alle viel beschäftigt sind und der WG-Putz viel Zeit in Anspruch nimmt, hatte die Anschaffung eines solchen smarten Haushaltshelfer oberste Priorität für uns. Aufgrund positiver Testberichte im Internet haben wir uns  einen iRobot Roomba 960 Saugroboter angeschafft. In Anlehnung an den Blockbuster aus dem Jahre 2008 haben wir ihn liebevoll Wall-E getauft – ganz in der Hoffnung, dass er nicht die Erde, sondern unsere WG aufräumt. Nach nun mittlerweile 19 tägiger Testphase wird es Zeit, euch von den ersten Erfahrungen mit unserer 799,00 EUR Investition zu berichten.

 

Auf den ersten Blick macht sich der iRobot Roomba 960 gut – die Einrichtung geht schnell von der Hand, die App „iRobot“ ist leicht zu bedienen und die Installation von der Home-Station funktioniert einwandfrei. Überraschend war lediglich das Gewicht von 3,9 kg, welches jedoch auch kein großartiges Hindernis darstellt. Nach einer Aufladezeit von 2 Stunden konnten wir ihn erstmals in Betrieb nehmen.  

Und unsere Enttäuschung ist groß. Der so positive erste Eindruck wurde von der Leistung sofort revidiert. Der iRobot Roomba 960 ist so lautstark, dass er jegliche unangenehmen Nachbarn locker in den Schatten stellt – ein paralleles Arbeiten im Home Office scheint unmöglich zu sein. Hinzukommend ist unser Wall-E leider nicht so smart, dass man ihn unbeaufsichtigt in der Wohnung lassen könnte, damit er seine Reinigungsaufgaben erledigen kann. Unzählige Male erhielten wir eine Push-Benachrichtigung von der App, die uns darauf hingewiesen hat, dass Wall-E unsere Hilfe benötigt, da er „steckengeblieben” sei.

 

Da dieser Staubsaugerroboter nicht für Flächen mit höheren Teppichen oder Stuhlbeinen geeignet ist, kam dieses Szenario häufig vor. Wünschenswert wäre außerdem, dass der iRobot Roomba 960, sich nach einer gewissen Zeit der Inaktivität automatisch abschaltet. Allerdings ist auch dies nicht der Fall: Vor wenigen Tagen ist er beispielsweise ganze 2 Stunden und 19 Minuten steckengeblieben und so lange gegen das Stuhlbein gefahren bis der Akku letztlich erschöpft war.

 

An dieser Stelle lässt sich eine weitere Schwachstelle dieses Modells identifizieren: die geringe Akkulaufzeit, die umso geringer erscheint, wenn bedacht wird, dass Wall-E lediglich 0,5m2/min schafft und wir für Fraukes Zimmer beispielsweise 20 Minuten einplanen müssen. Insgesamt bedeutet dies für uns, dass wir für die komplette Reinigung unserer Wohnung, ohne Hindernisse, ganze vier Stunden einkalkulieren müssten – und dies nicht einmal ohne Zwischenladungen möglich wäre. Zeitersparnis? Fehlanzeige!

 

 

 
 

All dies sind eventuell Schwachstellen, die durch eine hervorragende Reinigungsleistung, akzeptabel wären. Aber auch hier überzeugt der iRobot Roomba 960 nicht. Kanten werden nur zufriedenstellend gereinigt, wenn sich die glatte Fläche zufällig an der Seite befindet, an der die Bürste für diese Art der Reinigung angebracht ist. Ansonsten bleiben beispielsweise Brotkrümel an der Küchenzeile einfach liegen. Diese Einschränkung stellt für uns ein absolutes No-Go dar.

 Fazit

Ein gewöhnlicher Staubsauger schlägt das Modell iRobot Roomba 960 in den Punkten Effizienz und Handhabung um Längen. Wir werden zunächst auf unseren alten Philips-Staubsauger zurückgreifen. Da wir das Vorhaben eines smarten Staubsaugers jedoch nicht ganz abhaken möchten, haben wir noch eine Frage an dich: Mit welchem Modell hast du gute Erfahrungen gemacht? Lass es uns im Kommentarfeld wissen!

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