Sesam, Öffne Dich – Die Smart WG bekommt ein NUKI Smart Lock

Jan mit Smart Lock

Das Leben in einer 5-er WG kann auch schon die einen oder anderen schlechten Gewohnheiten mit sich bringen. Zum Beispiel lässt unsere liebe Mitbewohnerin Lara gerne einfach mal ihre Schlüssel zu Hause. “Es ist ja immer irgendjemand da” – das stimmt in der Regel auch. Leider nur nicht das eine Mal als sie dann doch eines Abends und auch noch am Wochenende vor verschlossener Tür stand und auch noch eine ganze Weile stehen blieb. Damit es für den Schlüsseldienst gar kein nächstes Mal geben wird, haben wir vorgesorgt und uns ausgerüstet. Unsere Wohnungstür ist jetzt nun so smart, dass sie einfach von selber aufgeht, wenn wir uns ihr nähern.

In den letzten Jahren kamen immer mehr Hersteller und Arten von smarten Türschlössern auf den Markt. Viele Varianten müssen aufwendig an Türen verschraubt oder gar von Anfang an in der Tür verbaut werden. Aber es gibt auch Möglichkeiten die eigene Wohnungstür nachträglich smarter zu machen. Eine dieser Möglichkeiten ist das Smart Lock 2.0 von Nuki. 

Nuki beschreibt das eigene Produkt, das Smart Lock 2.0, als „Dein elektronisches Türschloss für Zuhause“ und liegt mit dieser Aussage nicht falsch.

NUKI Smart Lock 2.0

Zum Produkt

Das Nuki Smart Lock 2.0 hat ein schlichtes Design und steht nur in Schwarz zur Auswahl. Die Verkleidung besteht zum Großteil aus Plastik und kommt somit insgesamt auf ein Gewicht von ca. 450g. Betrieben wird das Schloss durch einen kleinen Motor mit Hilfe von vier AA-Batterien. Das Smart Lock kann mit den Abmessungen 11x6x6 cm auch ohne Probleme an den meisten Türen (auch Altbau) angebracht werden. Die Verpackung, die Verarbeitung und das Design macht einen hochwertigen Eindruck. Aktuell kostet das Smart Lock mit Bridge und Türsensor bei Nuki selbst 299 €. Um das smarte Türschloss in Betrieb zu nehmen ist erst einmal die Installation der Nuki-App notwendig. Die Nuki-App gibt es für Android und iOS. Über diese App erfolgt die gesamte Installation und Konfiguration. Die App selbst ist einfach und übersichtlich gehalten. Die wichtigsten Infos und Einstellungen sind sofort ersichtlich bzw. mit wenigen Klicks umgesetzt. Nachdem wir die App heruntergeladen haben, starteten wir mit der Inbetriebnahme der Bridge. Durch unsere ganzen Geräte war es am Anfang gar nicht so leicht eine freie Steckdose für die Nuki-Bridge zu finden. Nachdem diese aber einen Platz gefunden hat, haben wir mit der Konfiguration begonnen, die bei uns leider sehr lange gedauert hat. Die Bridge wollte sich lange Zeit leider nicht mit unserem WLAN verbinden, wodurch wir das WLAN und die Bridge wiederholt entsteckten bis es irgendwann funktionierte. Wir vermuten, dass dies aber mit unserem WLAN und nichts mit der Nuki-Bridge zu tun hat. Nachdem die Bridge erfolgreich installiert wurde folgt der nächste Schritt: die Installation des eigentlichen Smart Lock.

Installation NUKI Bridge

Montage

Das Nuki Smart Lock 2.0 lässt sich auf nahezu jedem klassischen Türschloss in Deutschland anbringen (Europrozylinder, Schweizer Rundprofilzylinder, etc.). Solltest du dir nicht sicher sein, ob sich dein Zylinder eignet bietet Nuki auf der eigenen Website einen Installations-Check an.  Bei der Montage wird anfangs eine Metallplatte über den Zylinder an der Innenseite der Tür geklebt (oder optional verschraubt). Nach kurzem Festdrücken ist die 3M-Klebefläche fest mit der Tür verbunden. Anschließend muss der Schlüssel ins Schloss gesteckt und der smarte Aufsatz auf die Metallplatte geklickt werden. Mit Hilfe von Motorkraft wird der Schlüssel bewegt. Durch die mitgelieferten Batterien kann das Schloss direkt in Betrieb genommen werden. Laut Hersteller wird frühzeitig auf den Wechsel der Batterien hingewiesen, sodass man nicht eines Tages vor verschlossener Tür steht. Im letzten Montageschritt muss eine kleine (ca. 1 cm²) schwarze magnetische Platte (der Türsensor) auf den Rahmen bzw. zweiten Teil der Tür geklebt werden. Dieser Türsensor hilft dem Schloss zu erkennen, ob die Tür gerade offen oder geschlossen ist. Nach nur wenigen Minuten ist die gesamte Montage des Smart Lock bereits abgeschlossen. Da bei dieser smarten Lösung von Nuki somit permanent ein Schlüssel von innen im Schloss steckt, sollte darauf geachtet werden, dass es sich bei dem Zylinder um ein Profilzylinder (Doppelzylinder) handelt. Somit kann die Tür notfalls z.B bei technischen Problemen immer noch mit einem Schlüssel von außen geöffnet werden. Am Schloss innen befindet sich ein Drehknauf mit Druckknopf, der zum ab- und aufschließen von innen genutzt werden kann. Durch zweimaliges klicken auf den Button am Smart Lock wird die Tür bspw. automatisch nach dem zuziehen der Tür verschlossen wird (Lock`n`Go-Funktion). Gegenüber anderen smarten Türschlössern bietet Nuki den Vorteil, dass die Montage komplett ohne Schrauben oder Bohren erfolgen kann. Dies ist besonders Vorteilhaft, wenn es sich bei der Wohnungstür um eine Mietwohnung handelt und bei Auszug sämtliche Schäden behoben werden müssen. Des Weiteren bietet sich das Schloss auch für Studenten und andere Personen an, die öfters mal umziehen, denn das Schloss kann nicht nur schnell montiert sondern auch demontiert werden. Die einzige Herausforderung dabei ist, den 3M-Kleber vollständig von der Tür zu beseitigen und für die neue Wohnungstür einen neuen 3M-Klebefläche zu kaufen und diese für die Metallplatte zuzuschneiden.

NUKI App
NUKI Stati
NUKI App Einstellungen

Installation & Kalibrierung

Nachdem das Türschloss montiert ist muss über die App eine Verbindung zwischen dem Smart Lock und der Bridge hergestellt werden und die Anleitung in der App dazu kurz befolgt werden. Bevor das Schloss aber voll funktionsfähig ist, muss noch eingestellt werden, wann bspw. die Tür offensteht. Dazu fordert die App den Nutzer dazu auf, die Tür möglichst weit zu öffnen. Steht die Tür weit offen muss auf “Okay” geklickt werden, anschließend soll die Tür komplett geschlossen werden und danach angelehnt werden, sodass nur ein kleiner Spalt bleibt. Dabei werden die verschiedenen Stati gespeichert. Somit kann man von überall überprüfen ob die Wohnungstür gerade verschlossen, geschlossen oder offen ist. Des Weiteren warnt dich die Nuki-App auch, wenn man versucht die Tür im geöffneten Zustand abzuschließen. Dazu ein kleiner Tipp: Bei der Einstellung der angelehnten Tür, sollte die Tür so zu wie möglich gemacht werden, sodass eigentlich kein Spalt mehr existiert. Wir hatten bei der ersten Installation einen großzügigen Spalt gelassen, sodass die App bei angelehnter Tür mit einem kleineren Spalt angezeigt hatte, dass die Tür geschlossen sei.

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Im Einsatz

Sobald die Bridge und das Smart Lock vollständig montiert und installiert sind, ist Nuki vollständig einsatzbereit. In der App können, unter dem Reiter „Personen einladen“, bis zu 200 virtuelle Schlüssel an Freunde, Familien, Gäste oder Handwerker verteilt werden. Diese virtuellen Schlüssel können dabei auch zeitlich eingeschränkt werden. Die hohe Anzahl an Schlüsseln und die zeitlich Begrenzung ermöglicht prinzipiell auch die Verwendung in Büroräumen. Der Schlüssel kann bspw. über Nachrichtendienste an die verschiedenen Personen geschickt werden. Sofern die Nuki-App bereits auf dem Smartphone installiert wurde, öffnet sich durch Klick auf den in der Nachricht enthaltenen Link die App und füllt automatisch einen Code ein. Durch Klick auf „Weiter“ wird das Schloss in die Liste der Geräte aufgenommen und die ausgewählte Person erhält den gewährten Zugang. Alle Bewohner der Smart WG haben selbstverständlich zeitlich unbegrenzte Schlüssel erhalten, aber wir freuen uns schon darauf an unseren nächsten Besuch einen zeitlich beschränkten Schlüssel zu vergeben. Dabei interessiert uns vor allem, ob unser Smart Lock nach Ablauf der Berechtigung weiterhin in der App unseres Besuchers bei den Geräten aufgelistet wird, oder ob es komplett entfernt wird. Davon werden wir in einem späteren Blogbeitrag nochmal berichten, da wir in letzter Zeit keinen längeren Besuch empfangen haben.

In der App hat man von überall Zugriff auf das Smart Lock und kann den jeweiligen Status auf den ersten Blick sehen. Durch Klick auf den Kreis können verschiedene Felder ausgewählt werden „Tür öffnen“, „Zusperren“, „Aufsperren“ und „Lock`n`Go“. Besonders die „Lock`n`Go“-Funktion spart Zeit und das Smartphone kann in der Hosentasche/Handtasche bleiben. Eine weitere Funktion ist „Auto Unlock“. Dahinter verbirgt sich Geofencing. Nuki verwendet dazu den Standort deines Smartphones. Wenn wir uns der Wohnung nähern (ab 100m) bereitet sich die Nuki-App darauf vor die Tür zu öffnen. Wenn wir noch etwa 5m von der Tür entfernt sind (bzw. in Bluetooth-Reichweite), öffnet sie sich automatisch über die eingebaute Bluetooth 5 Verbindung. Daran haben wir uns sehr schnell gewöhnt, denn dazu brauchen wir noch nicht einmal das Smartphone zum öffnen der Tür in der Tasche suchen und können auch vollbeladen und ohne freie Hand einfach zur Wohnung rein. Zusätzlich ist das Nuki Smart Lock 2.0 auch Apple HomeKit kompatibel und kann einfach in das HomeKit integriert werden. Somit lässt sich die Tür nicht nur mit Amazon Alexa und Google Home sondern auch mit Siri öffnen. Bei Alexa haben wir den Befehl „Tür öffnen“ hinterlegt. Aus Sicherheitsgründen fragt Alexa dabei einen Sicherheitscode ab. Anschließend öffnet sich die Tür. Da unsere WG nicht riesengroß ist, sind wir meist schneller an die Tür gelaufen oder haben sowieso unser Smartphone zur Hand, wenn es geklingelt hat. Aus diesem Grund haben wir die Funktion kaum genutzt und zur Sicherheit wieder ausgestellt. Neben dem öffnen der Tür durch Sprache, Geofencing und der App auf dem Smartphone, kann die App auch auf Apple Watch und Android Smartwatches installiert werden. Somit ist auch das öffnen der Tür bequem vom Handgelenk aus möglich (wenn das automatische Öffnen durch Geofencing nicht erwünscht ist).

Der einzige und größte Störfaktor am Nuki Smart Lock 2.0 ist die Lautstärke des Schließmechanismus. Jeder Schließvorgang hört sich wie ein Akkuschrauber an und ist auch vergleichsweise laut. Da unsere Wohnungstür sehr nahe an zwei Schlafzimmern liegt, bekommen Lara und Florian jeden Zugang mit. Besonders Nachts, wenn ein Bewohner der WG sehr spät nach Hause kommt kann die Lautstärke des Smart Locks sehr nervig sein. Nuki sagt dazu selbst: „Die Lautstärke des Sperrvorgangs ergibt sich durch den Formfaktor des Smart Locks, welcher wiederum durch das Feature der Nachrüstbarkeit begründet ist.“ Somit lässt sich erst einmal an der Lautstärke nicht viel ändern, wobei wir in der WG selbst versuchen werden die Lautstärke durch Dämmung zu regulieren. Sollten wir eine gute Möglichkeit finden, werden wir es dich wissen lassen.

NUKI Smart Lock

Fazit:

Insgesamt können wir das Nuki Smart Lock 2.0 wirklich empfehlen. Besonders die leichte Montage und schnelle Installation sorgen für ein positives Erlebnis von Anfang an. Die Bedienung des Schlosses durch App und Geofencing funktioniert sehr gut, sodass wir keinen Schlüssel mehr benötigen. Zugegeben am Anfang erfordert es etwas Überwindung absichtlich ohne den Schlüssel die Wohnung zu verlassen. Da Smartphones nicht mehr nur ein Telefone sind, sondern auch Navigationsgeräte, Kameras und Portemonnaie, warum sollte es nicht auch unser Schlüssel sein? Der einzige Nachteil ist die Lautstärke während dem Schließvorgang. Nuki hat auf jeden Fall recht und ist zu unserem Türschloss und zu einem festen Bestandteil in unserem Zuhause geworden.

Jetzt stellt sich nur die Frage: Was ist, wenn man wie wir in einem Mehrfamilienhaus wohnt und zwar smart die Wohnungstür öffnen kann, aber unten am Hauseingang weiter auf einen Schlüssel angewiesen ist? Erfahre dazu mehr in unserem nächsten Blogbeitrag!

Ciao for now!
Jan & Thanh

Jan Weber
Thanh Pham

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